Laufszene Events

Das erste Drittel ist gemeistert - meine Ausbildung bei der Laufszene

Montag, 14. August 2017, erster offizieller Arbeitstag in den heiligen Hallen. Erster Arbeitstag von etlichen Tagen für die nächsten Jahre. Mit großer Freude und einem kleinen flauen Gefühl im Magen ging es ran an den Speck. Neue Gesichter, neue Namen, viel Input und im Kopf nur: Hilfe, holt mich hier raus. Doch der Kuchen beruhigte mich ein wenig und relativierte alles. So kann es weitergehen.

Freitag, 18. August 2017. Erstes großes Event – der Centrum Galerie Dresdner Nachtlauf. Der Sprung ins kalte Wasser! Ob es Glück oder Pech ist, ist eine Frage der Perspektive. Für mich auf jeden Fall Glück! Von Anfang an Vollgas, vom ersten Moment dort hineinwachsen, wo es die kommenden Jahre brennen wird. So soll es sein. Diese erste Arbeitswoche ist wohl die aufregendste, turbulenteste und zeitgleich flüssigste erste Arbeitswoche, die je ein Azubi in der Geschichte aller Azubis erlebt hat. Starkregen, Gewitter und Wind, alles, was die größten Gegner eines Laufevents sind, bei meinem ersten Event.

Der Aufbau anstrengend, spaßig und wieder viel Input. Die Zäune dahin, die Banner dorthin, Kabelbinder hier, Knipse dort. Stress überall. Egal, wo ich hinsah, es war was los und musste erledigt werden und das mit Freuden, denn so habe ich es mir vorgestellt.

Nun der Startschuss. Schön zu sehen, wie alle gespannt warten und nachher wieder glücklich im Ziel ankommen. Jetzt waren quasi die Teilnehmer dran mit arbeiten. Ich konnte ein wenig entspannen, zumindest bis die Ersten im Ziel waren. Kaum war dies der Fall, ging es los. Die wirkliche Arbeit begann. Der Regen strömte in Massen nieder, der Wind pfiff durch die Wilsdruffer Straße und das Event plätscherte buchstäblich dahin.

Doch es hieß nicht lang jammern, sondern machen! Einfach machen, tun, was gesagt wird und einen kühlen Kopf bewahren. Jetzt heißt es beweisen, dass man zurecht als Azubi ausgewählt wurde und alle beeindrucken.

Meine Kollegen und ich, alle nass bis auf die Knochen, mussten dem Unwetter trotzen und den Teilnehmern zeigen, dass wir alles im Griff hatten. Vom Regen aufgeweicht ging es ans Demontieren der Banner von den Zäunen. So schnell, wie nur möglich, denn der Wind saß uns ebenfalls im Nacken und drohte die Absperrungen umzustoßen.

Kaum waren die Banner von den Zäunen gelöst, wartete ein anderes Problem. Der Strom fiel aus, die Verpflegungsbasis schwamm so gut wie davon und ich mittendrin.

Ich hatte keine Ahnung, wo ich zuerst Hand anlegen sollte, war überfordert und handelte instinktiv. Ich rannte zu Olaf und fragte ihn: Was soll ich tun? Er delegierte mir Aufgaben und so lief alles glatt. Gott sei Dank!

Nach dem Event ist vor dem Event. Es folgten, die Teamstaffel, der PfalzTrail und der Frauenlauf. Diese waren glücklicherweise nicht so stressig, wie mein erster Centrum Galerie Dresdner Nachtlauf, aber doch anstrengend.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Pfalztrails lernte ich nun die andere Seite des Berufs kennen, die Büroarbeit. Bei weitem nicht so stressig, wie die Arbeit, zu den Events, aber auf jeden Fall cool und fordernd.

Das alles liegt nun fast ein Jahr zurück. Mittlerweile durfte ich fast jedes Event einmal mitmachen und noch mehr. Sogar eine neue Veranstaltung schmückt das Repertoire der Laufszene – der AdventureWalk. Ich freue mich darauf, das Event von der Pike an mitgestalten zu können und bin bereit den Teilnehmern das zu geben, was sie von uns erwarten und diese Erwartungen sogar zu übertrumpfen. Wer hätte es gedacht, aber jedes Event hat sein eigenes schönes einzigartiges Gesicht. Jede Veranstaltung macht Spaß und das macht Lust auf mehr!

Die Aufregung vom ersten Tag? Verflogen! Die neuen Gesichter? Eingeprägt! Das Laufszene Team? Überragend! Ein kleines Team und eine noch größere Familie, samt der zahlreichen fleißigen Helfer.

In dem einem Jahr durfte ich viel lernen und viele Menschen kennenlernen. Doch vor allem habe ich gelernt, wie wichtig manche Dinge sind, die mir vorher gar nicht klar waren oder mir wichtig erschienen. Wertschätzung, Anerkennung oder mal ein Dankeschön. Dinge, wie ein gesundes Arbeitsklima und eine schöne Arbeitsatmosphäre. Dafür bin ich mehr als dankbar und froh angekommen zu sein.

Hoang.

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