Laufszene Events

Dresdner Nachtlauf 2017 - Ein Laufbericht von Sarah

Als ich vor 3 Jahren mit dem Laufen anfing, war der Dresdener Nachtlauf von 2014 mit seinen 13,8 km schon ein echtes Highlight für mich. Nicht nur die tolle Strecke blieb mir in Erinnerung, sondern auch die schöne Landschaft und das dazugehörige Stadtfest mit vielen Zuschauern im Bereich von Start und Ziel. Meine damaligen Highlights waren die diversen Beleuchtungen und die Hotspots an der Strecke!

Ich freute mich also sehr 2017 wieder an der Startlinie zu stehen. Leider hatte ich mir 2 Wochen zuvor eine Entzündung im Fuß zugezogen, sodass ich mir anfangs gar nicht sicher war, ob ich überhaupt an diesem Rennen teilnehmen konnte. Einen Tag zuvor, entschloss ich mich dann schließlich doch an die Startlinie zu gehen und die Laufpause zu unterbrechen.

Laut Wetterbericht sollte genau zum Start ein ordentliches Gewitter aufziehen. Aber lässt man sich als Läufer von ein „bisschen“ Regen abhalten? Natürlich nicht! Wir machten uns am Freitagnachmittag trotzdem auf den Weg nach Dresden und überraschenderweise hatte das Wetter zunächst Gnade mit uns. Es standen 28 Grad auf dem Thermometer und es war absolut schwül, aber bis zum Start waren keine Regenwolken zu sehen.

Im Startbereich war schon ordentlich was los und knapp 4.000 Läufer hatten sich für den Centrum Galerie Dresdner Nachtlauf angemeldet. Anders als 2014 wurde nun auch eine 5 km Strecke angeboten, die allerdings erst um 22 Uhr startete. Mit wirklich guter Laune und einer gewissen Nervosität unter den Läufern, fiel dann pünktlich um 20 Uhr der Startschuss. In meinem Kopf spielte sich gedanklich schon die Strecke ab und es hieß zunächst flussaufwärts entlang der Elbe bis zum Blauen Wunder zu laufen. Die Sonne ging langsam unter, aber an den Außentemperaturen änderte sich trotzdem nichts. Die Stimmung auf der Strecke war sehr gelassen und viele Teilnehmer schienen das Rennen genauso entspannt anzugehen wie ich. Mein persönliches Ziel bestand an diesem Tag lediglich ohne Schmerzen im Fuß ins Ziel zu kommen, so dass ich mich wirklich voll und ganz auf die Strecke konzentrieren konnte und sogar Gänsehaut beim ersten Hotspot bekam. Nachdem ich dann versuchte meinen Kopf bei der Verpflegungsstation etwas abzukühlen, liefen wir auch schon auf die Brücke, die uns über die Elbe zur anderen Uferseite führte. Leider mussten wir dort zunächst bestimmt einen Kilometer über Stolpersteine laufen, die mich auch ordentlich aus dem Rhythmus brachten - der gefürchtete Abschnitt Körnerweg. Die angekündigte und längst überfällige Sanierung dieses Abschnittes des Elberadwegs könnte die Stadt Dresden wirklich mal in Angriff nehmen :) Aber aus damaliger Erfahrung kann ich sagen: das ist wirklich der einzige Abstrich den man an diesem Event machen muss. Danach zeigten uns Knicklichter, Fackeln, Trommler und Musik weiter den Weg und auch einzelne Zuschauer standen an der Strecke, sodass man nie allein lief.

Dann kamen wir am Start der 5 km Läufer vorbei und wurden durch zahlreiche Cheerleader und den bereits wartenden Läufern nochmal zusätzlich gepusht und angefeuert. Aus weiter Ferne konnte ich dann etwas später auch endlich die Brücke erkennen, die uns wieder über die Elbe zurück zum Start führen sollte und im selben Moment spürte ich auch schon die ersten Regentropfen auf meiner Haut. Was ich anfangs als nette Abkühlung empfand, entwickelte sich immer mehr in Richtung eines deftigen Regenschauers und das war aufgrund des plötzlich aufziehenden Windes auch echt spürbar. Ich ließ mich trotzdem nicht davon abbringen und steuerte voller Vorfreude das Ziel an. An dieser Stelle muss ich mich wirklich mal bei den Zuschauern für die Stimmung bedanken, denn der Zieleinlauf war wie auch schon 2014 einfach nur genial! Nach wirklich schönen 01:13:25 h überquerte ich schließlich die Ziellinie und ich konnte die Medaille in Empfang nehmen. Gott sei Dank ... keine Schmerzen gehabt :D !

Es dauerte allerdings keine 10 Minuten mehr, da schüttete es auch schon aus Eimern! Ich konnte wirklich von Glück sprechen, aber mir taten die 5 km Läufer schon ein bisschen leid. 

Wie würde ich das Event also am besten zusammenfassen?

Für das Wetter kann niemand was, aber ich würde jedes Jahr wieder an diesem Laufevent teilnehmen. In Kombination mit dem Stadtfest ist es ein wirklich toller Lauf, bei dem sich der Veranstalter etwas einfallen lassen hat. Mein drittes Mal Dresdner Nachtlauf ist also schon fest eingeplant :)

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