Trailrunning

Transalpine Abenteuer: Team SachsenTrail berichtet

Vor vier Wochen waren wir unterwegs: Sieben Tage lang, 1 mal quer über die Alpen - im Laufschritt. Höchste Zeit uns mal zurück zu melden!

Höchste Zeit ein bisschen zu berichten und euch einen kleinen Einblick zu geben, in unsere Erlebnisse beim Transalpine-Run.

Ich versuche mich jetzt an "diesem kleinen Einblick" seit weit über einer Stunde...

Tag 1. Heiß wie Frittenfett waren wir, alle beide! Standen in Kälte und Regen an der Startlinie in Fischen, voller Euphorie und Vorfreude - die schon kurz darauf der ersten Verzweiflung wich. Wie geht denn sowas?

Tag 2. Ein neuer Tag. Zweifel und Unbehagen nach dem gestrigen Holperstart. Aber plötzlich sind wir voller Kraft und Spannung. Genießen dieses Gefühl und den Tag einfach unglaublich. Unser erstes Treppchen! Wie sich das anfühlt!?

Tag 3. Fun in the Schlamm! Der „Helene Fischer“- und „Männer voraus“ Effekt. Was es damit auf sich hat und warum es das manchmal unbedingt braucht? ;-)

Dass so ein TAR-Tag echt Stress ist. Wie alles so abläuft und was zwischendurch passiert. Warum so ein Ausflug manchmal ein bisschen einer Klassenfahrt gleicht und wie es hinter den Kulissen aussieht…!?

Tag 4. Die Königsetappe - knapp 47 km und 3.000 Höhenmeter. Ich hatte gehörig die Hosen voll an diesem Morgen. In manchen Momenten schien dieses Vorhaben schlicht unmöglich. Aber endlich! Endlich mal in kurzen Hosen an der Startlinie (über was für komische Dinge sich Frau so freuen kann!?) – ein paar Stunden später im Schnee. Noch ein paar Stunden später erschöpft aber glücklich im Ziel. Und morgen? Geht’s weiter!?

Tag 5. Der Wecker klingelt täglich ein bisschen mehr zu zeitig. Das Frühstück schmeckt täglich ein bisschen weniger. Die Beine beginnen zu streiken. Und der Kopf erst! All das – und all die „sonstigen Herausforderungen“, die diese Woche bereit hielt.

Wie wichtig Unterstützung ist. Was man isst, trägt und für wirklich komische Dinge tut?

Tag 6. Genau unser Ding. Unser Tag! Noch 1 Kilometer vor dem Ziel wagten wir es nicht auszusprechen: „Die 100ste Etappe in der Geschichte des Transalpine-Run und wir stehen auf dem Treppchen!“ Wie wir als Team funktioniert haben, warum wir immer Schulter an Schulter unterwegs waren und wie das andere so gehandhabt haben?

Tag 7. Dass der letzte Tag ganz und gar nicht „von selbst“ geht - und wozu das schließlich alles gut ist?

4 Wochen später. Wir sind wieder gut zu Hause gelandet. „Dieses Rennen hat mir alles gegeben.“ – das hat eine Freundin über ein anderes verrücktes Rennen diesen Sommer gesagt. Ich kann nichts Treffenderes für unseren Transalpine-Run formulieren. So viel Energie, verschiedene Erlebnisse, Erfahrungen, Überraschungen - geballt in einer Woche. Tränen aus Schmerz und aus purer Freude.

Euch hier, in einem kurzen Bericht, „einen kleinen Einblick“ geben – tut mir leid, es ist aussichtslos! Dazu müssen wir vor euch stehen - beide zusammen - einfach erzählen können, vielleicht hier und da wild gestikulieren. Ihr müsst unsere Augen strahlen sehen! Die vielen Eindrücke sitzen ganz tief. Wir lassen sie mal noch etwas arbeiten und halten sie fest. Am 10. November im Programmkino Ost gibt’s die ganze Geschichte. Kommt vorbei! Hier könnt ihr euch anmelden: https://www.feedbackstr.com/teamsachsentrail

P.S.: Vielleicht interessieren euch aber noch ganz andere Dinge? Das interessiert uns! Immer her mit euren Fragen und Anregungen für den Vortrag. Gern direkt hier als Kommentar oder per Mail an info@laufszene-sachsen.de. Seid neugierig! Wir sind es ;-)

Vielen Dank für die einmaligen Fotos an: Sportograf und Gore-Tex Transalpine-Run / Andi Frank (www.andifrank.com)

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